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Smart Country News

26. Oktober 2021

Kommt nach Corona der Digitalisierungsturbo?

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Die Corona-Pandemie hat die internationalen Staaten gezwungen, in Sachen Digitalisierung blank zu ziehen. Wer warum als Gewinner aus der Krise hervorging und wo es noch Nachholbedarf gibt, darüber tauschten sich Experten auf der Smart Country Convention aus

Dänemark gilt im internationalen Vergleich als Vorbild in Sachen Digitalisierung des öffentlichen Sektors. Dieser Vorsprung habe dem Land auch in der Covid-Krise geholfen, da viele Prozesse von Bürgerseite problemlos von zuhause hätten erledigt werden können, so Brian Mikkelsen, CEO der dänischen Handelskammer im Rahmen einer Paneldiskussion auf der Smart Country Convention. „Wir konnten sehr schnell eine digitale Test- und Impfterminvergabe anbieten und waren die ersten, die einen digitalen Impfpass zur Verfügung stellten“, so Mikkelsen. Aktuell würden über 2.000 öffentliche Dienste online angeboten. „Wir haben zudem eine digitale Infrastruktur eingerichtet, die mit den höchsten Sicherheits- und Privatssphärestandards ausgestattet ist“, so Mikkelsen. Das sei durch die enge Partnerschaft mit dem privaten Sektor gelungen. „Das ist der Schlüssel“, so der Däne.

Diese Ansicht teilte auch Lars Zimmermann, Co-Founder und Vorstand des GovTech Campus, eine Initiative der Bundesregierung. „Staaten sind keine guten Technologieentwickler“, so Lars Zimmermann. Das sei aber auch gar nicht deren Aufgabe. „Wir wollen mit GovTech Campus die Akteure der Anbieter und der Nachfrageseite zusammenbringen“, so Zimmermann. Ziel sei es, eine zentrale Infrastruktur zwischen Bund, Ländern und der Technologieszene aufzubauen, um bestimmte größere Innovations- und Technologielösungen für den Staat unter den Bedingungen des Staates zu entwickeln.

Ernst Bürger, Leiter der Abteilung Digitale Verwaltung, Steuerung OZG im

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, hob das Onlinezugangsgesetz (OZG) hervor, welches bereits viel Schwung in die Thematik Digitalisierung gebracht habe. Der Bund werde bis 2022 den gesetzlichen Zweck erfüllen, so Bürger. „Wir werden von den 115 identifizierten Leistungen, die in die Bundeskompetenz fallen, auch alle 115 umgesetzt haben,“ stellte Bürger klar. Die deutsche Verwaltung selbst müsse ebenfalls modernisiert werden. „Wir werden in anderen Organisationsstrukturen arbeiten müssen, in anderen Prozessen“, so Bürger. Vieles sehe nach Kooperation aus, dafür stünden auch Modelle wie der GovTech Campus.

Ob für die Erreichung weiterer digitaler Ziele ein Digitalministerium benötigt werde, diese Frage griff für Corinna Krezer, Senior Managing Director bei Accenture und Mitglied der Geschäftsführung für Deutschland, Österreich, Schweiz zu kurz. Wichtiger seien die Kernelemente digitalpolitischer Governance. Dazu zählten eine klare Schaltstelle, Budget, Kollaborations- und Kommunikationsstrukturen, die Bündelung richtiger Kompetenzen an der richtigen Stelle sowie die Nutzung von Synergien, so Krezer.

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